Impfstoff senkt das Risiko für häufigen Krebs auf Jahrzehnte, wie eine große Studie zeigt
Wenn 12-Jährige einen Brief von der Schulkrankenschwester über die HPV-Impfung erhalten, fallen ihre Reaktionen oft gemischt aus. Einige Schüler haben Angst vor der Spritze. Andere fragen sich, warum sie eine Impfung gegen etwas brauchen, von dem sie noch nie gehört haben. Was viele von ihnen vielleicht nicht wissen, ist, dass diese routinemäßige Schulimpfung vor einem Virus schützt, das später im Leben Krebs verursachen kann.
Für viele Schüler ist dieser Brief das erste Mal, dass sie mit einer bemerkenswerten Idee konfrontiert werden: dass ein Impfstoff helfen kann, Krebs zu verhindern, bevor er überhaupt entsteht. Die Beweise für diesen Schutz werden nun immer deutlicher. In unserer aktuellen Studie haben wir langfristige Gesundheitsdaten von Mädchen und jungen Frauen analysiert, die fast zwei Jahrzehnte lang beobachtet wurden, und festgestellt, dass der HPV-Impfstoff das Risiko für Gebärmutterhalskrebs deutlich senkt.
Dies ist von Bedeutung, da Gebärmutterhalskrebs nach wie vor eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen weltweit ist, obwohl er weitgehend vermeidbar wäre. Wichtig ist zudem, dass der Schutz im Laufe der Zeit nicht nachzulassen scheint.
Das humane Papillomavirus (HPV) ist eines der häufigsten Viren der Welt. Die meisten Menschen infizieren sich irgendwann in ihrem Leben damit, oft ohne es zu wissen. In vielen Fällen beseitigt der Körper das Virus auf natürliche Weise. Aber einige Arten von HPV können jahrelang im Körper verbleiben und allmählich Zellen schädigen. Im Laufe der Zeit kann dies zu Krebs führen.
Wie der HPV-Impfstoff Krebs verhindert
Im Laufe der Zeit erkrankten weitaus weniger geimpfte Personen an Gebärmutterhalskrebs im Vergleich zu denen, die nicht geimpft waren. Dies zeigt, dass der Impfstoff dazu beigetragen hat, viele Menschen vor Gebärmutterhalskrebs zu schützen.
Wir fanden auch heraus, dass das Alter bei der Impfung eine Rolle spielt. Mädchen, die den Impfstoff vor dem 17. Lebensjahr erhielten, erkrankten später im Leben weitaus seltener an Gebärmutterhalskrebs. Tatsächlich war ihr Risiko etwa viermal geringer als das von Mädchen, die nicht geimpft worden waren. Personen, die später geimpft wurden, erhielten immer noch einen gewissen Schutz, aber der Nutzen war geringer.
Wir haben die Teilnehmerinnen bis zu 18 Jahre nach der Impfung beobachtet und keine Beweise dafür gefunden, dass der Schutz im Laufe der Zeit abnahm. Sobald der Impfstoff einen Schutz aufgebaut hatte, wirkte er Jahr für Jahr weiter. Ein langanhaltender Schutz bedeutet, dass der Impfstoff genau in den Jahren, in denen es am wichtigsten ist, vor dem Virus schützen kann.
Viele Länder empfehlen die HPV-Impfung mittlerweile für Mädchen und Jungen, meist im frühen Jugendalter. Die Impfung von Jungen schützt sie vor HPV-bedingten Krebserkrankungen und trägt zudem dazu bei, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Für viele Erwachsene von heute gab es den HPV-Impfstoff noch nicht, als sie Teenager waren.
Impfstoff senkt Krebsrisiko langfristig — Langzeitstudie zeigt Wirkung
