World TB Day: Ein neuer Hinweis bietet Hoffnung gegen die tödlichste Infektion
Nach Jahrzehnten des Rückgangs in der entwickelten Welt kehrt Tuberkulose (TB) wieder zurück und wird zunehmend resistent gegen unsere besten Antibiotika.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet es als eine Krise der öffentlichen Gesundheit – aber Hilfe könnte auf dem Weg sein, um den größten infektiösen Killer der Welt zu bekämpfen.
Ein internationales Forscherteam hat drei vielversprechende experimentelle Antibiotikaverbindungen – Ecumicin, Ilamycine und Cyclomarine – untersucht, um herauszufinden, wie sie Mycobacterium tuberculosis, das Bakterium, das TB verursacht, angreifen.
Während diese Verbindungen und ihr Potenzial als TB-Behandlungen für Wissenschaftler nicht neu sind, gab es immer noch offene Fragen darüber, wie genau sie M. tuberculosis deaktivieren – ein entscheidendes Detail auf dem Weg zur Entwicklung von Behandlungen im großen Maßstab.
In Labortests konnten die Forscher zeigen, dass alle drei Verbindungen auf eine molekulare Maschinerie innerhalb des Bakteriums, bekannt als der ClpC1–ClpP1P2-Komplex, wirken. Dieser Komplex ist für M. tuberculosis von entscheidender Bedeutung, da er es ermöglicht, nicht benötigte oder beschädigte Proteine auszusortieren.
Die Forscher sahen, dass jede Verbindung die Funktion dieses Proteinkomplexes auf unterschiedliche Weise stört, was zu weitreichenden Ungleichgewichten im gesamten Bakterium führt. Diese Störung schwächt seine Fähigkeit zu funktionieren und zu überleben.
All dies bedeutet, dass die Entwicklung von Antibiotika, die diese Verbindungen enthalten, präziser voranschreiten kann – mit einem viel klareren Bild davon, welche Schäden sie M. tuberculosis zufügen und wie sie am effektivsten kombiniert werden können.
Die Techniken zur Analyse maßen mehr als 3.000 Proteine im gesamten Bakterium, und jede der drei Antibiotikaverbindungen wurde nacheinander getestet, um zu sehen, wie diese Tausenden von Proteinen beeinflusst werden.
Während alle drei Verbindungen das Proteinsystem des Bakteriums beeinflussten, wirkten sie nicht alle gleich. Ecumicin hatte von den dreien den größten Effekt, indem es ein Schutzstressprotein namens Hsp20 stark ansteigen ließ (ein deutliches Zeichen dafür, dass das Bakterium unter erheblichem Stress steht).
Das bedeutet, dass wir konzentrierter und strategischer die nächste Generation von Anti-TB-Medikamenten gestalten können.
